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Whistleblowing
im Bereich der Auswirkungen
elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit
Die internationale Mobilfunklobby setzt Wissenschaftler
unter Druck, die sich zu möglichen Gesundheitsschäden durch Handys und
DECT-Telefone äußern.
Gerard Hyland „Der Preis der Wahrheit im Bereich
Mobilfunk-Sicherheit.“
Auch Prof. Gerard Hyland von der Universität Warwickshire
wurde unter Druck gesetzt. Er wies nach, dass die Grenzwerte für den Mobilfunk
auf einer falschen Grundlage aufbauen. „Die International Commission on
Non-Ionizing Radiation Protektion (Internationale Kommission zum Schutz vor
nicht ionisierender Strahlung, ICNIRP) warnt nur vor der thermischen Wirkung,
die wegen der geringen Intensität gar nicht gefährlich ist, während sie zur
selben Zeit den gefährlichen Faktor der Pulsung vernachlässigt.

Die Grenzwerte
der ICNIRP beziehen sich nur auf die thermische Strahlung“, kritisiert Hyland.
Dass diese sogenannte niederfrequent gepulste Hochfrequenz u. a. die Hirnströme
und damit unser Gedächtnis beeinflusst und die Hirnblut-schranke öffnet, so dass
bestimmte im Gehirn giftig wirkende Substanzen eindringen können, steht für
einen kritischen Wissenschaftler wie Hyland, der sich von einer Lobby nicht
beeinflussen lässt, völlig außer Zweifel. Er wundere sich nur darüber, so
Hyland, dass das National Radiological Protection Board (das englische Amt für
Strahlenschutz, NRPB), dem die gleichen Studien vorliegen wie ihm, nicht zu den
selben Ergebnissen kommt, wie er.
Hyland beeindruckte die Zuhörer mit einem klaren und gut
gegliederten Aufbaus eines Vortrages. Er berichtete, wie man ihm übel
mitgespielt hatte. Nachdem er sich1999 auf zwei Kongressen zu seinen eigenen
Forschungsergebnissen geäu-ßert hatte, wandte sich der Leiter des Projektes
Elektromagnetische Felder der World Health Organisation
(Welt-Gesundheits-Organisation, WHO) Dr. Michael Repacholi schriftlich an die
Londoner Stadtverwaltung, um die Arbeit des Professors zu diskreditieren.
Dieser Brief wanderte in die Hände der Mobilfunklobby und wird nun bei jeder
Gelegenheit zitiert, um die Seriosität seiner Studien in Frage zu stellen.
Hyland: „Da heißt es dann: ‚Wem glaubt ihr, der WHO oder diesem Verrückten aus
England?’ “
Nicht genug damit. Die staatliche Strahlenschutzschutzkommission
schrieb einen Brief an seine Universität und fragte, ob Hylands Forschung in
deren Sinne sei. Nachdem diese sich zunächst neutral verhielt, verbat sie ihrem
Professor später, den offiziellen Briefkopf der Universität zu benutzen und
unterschlug bei einer Präsentation der Forschungsarbeiten des Lehrkörpers seine
Studien. Sie seien umstritten, lautete die Begründung. „Dabei waren sie in
einschlägigen Fachzeit-schriften wie Lancet und Mikrobiological Letters und für
die STOA (Programm der Europäischen Union) veröffentlicht worden“,
sagt Hyland. Er sei daraufhin im März 2001 frühzeitig in Ruhestand gegangen und
könne nun frei reden. Hyland erwähnte abschließend, dass andere Forscher, wie
Prof. Roger Santini, Bio-Electromagnetismus Spezialist (Villeurbanne,
Frankreich), Dr. Lebrecht von Klitzing, Lübeck, ehemals Mitarbeiter des
Universitätsklinikums, Leiter der Klinisch-Experimentellen
Forschungseinrichtung und Dr. Claudio Gómez-Peretta, Arzt und Chemiker, (Valencia,
Spanien), ähnliche Repressalien seitens der Repräsentanten ihrer Universität
oder Institution erlitten. Heute erhält Hyland interna-tional Einladungen, um
Vorträge über seine Forschung zuhalten. Er kritisiert die Unaufrichtigkeit WHO,
die Unzulänglichkeit der Grenzwert-Richtlinien der ICNIRP und erläutert die
Ergebnisse unabhängiger Wissenschaftler.
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