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Deutsches Teilresultat der Interphone-Studie |
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Kein erhöhtes Hirntumor-Risiko |
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Studie über Gefahr durch Handys umfasst 13 Länder |
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| AP Bielefeld. Nutzer von
Handys und schnurlosen Telefonen haben laut einer Studie insgesamt kein
erhöhtes Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken. Die Erhebung ist Teil der
Interphone-Studie, die unter anderen von der Arbeitsgemeinschaft Epidemiologie
und International Public Health der Universität Bielefeld durchgeführt wurde,
so die Hochschule gestern.
Allerdings wurde bei Personen, die seit zehn Jahren Handys nutzen, ein
leicht erhöhtes Risiko für so genannte Gliome gefunden. Dieser Befund könne
jedoch erst nach Abschluss der internationalen Auswertung bewertet werden, da
dieses Ergebnis auf Grund der kleinen Fallzahl auch ein Zufallsbefund sein
könnte. Handys und Schnurlostelefone emittieren — im Gegensatz zu „klassischen“
Telefonen mit Schnur — hochfrequente elektromagnetische Felder. Auf Betreiben der Weltgesundheitsorganisation wurde im Herbst 2000 die
internationale Interphone-Studie in 13 Ländern begonnen. In Deutschland wurde
die Interphone-Studie gemeinsam von der AG Epidemiologie und International
Public Health der Universität Bielefeld, vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universität Mainz (Studienleitung)
und der AG Umweltepidemiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in
Heidelberg durchgeführt. |
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| Gliome sind Hirntumore | ||||
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Die Behandlung von Gliomen umfasst Operation, Strahlen- und Chemotherapie. Welche dieser Verfahren im Einzelfall in Betracht kommen, hängt vor allem von Lage und Größe des Tumors und von seiner Lokalisation im Gehirn ab. Wann immer vertretbar, steht an erster Stelle der Behandlung die operative Entfernung des Tumors. |
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| http://www.ma.uni-heidelberg.de/inst/nch/html/gliom.html | ||||
| Jeden Tag wird in Deutschland bei mehr als 20 Patienten ein Gehirntumor festgestellt. | ||||
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Kommentar zum SZ-Artikel
„Kein erhöhtes Hirntumor-Risiko" vom 27. Januar
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| Interphone-Studien: | ||||
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Britische Studie Schwedische Studie Dänische Studie |
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| Januar 2006 | ||||
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Großangelegte britische Studie ergab keine Erhöhung des Krebsrisikos durch Handys |
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Die bisher größte Studie zu diesem Thema hat keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Mobiltelefonen und Gehirntumoren nachgewiesen. Britische Wissenschafter interviewten 966 in Großbritannien lebende Tumorpatienten und 1.716 gesunde Kontrollpersonen. Die Befragungen wurden zwischen Dezember 2000 und Februar 2004 durchgeführt. Die epidemiologische Erhebung ergab keine Hinweise dafür, dass das Telefonieren mit einem Handy das Risiko der Entstehung eines Tumors erhöhte oder dass ein verstärkter Handyeinsatz das Risiko erhöhte.
Nachgewiesen wurde ein Zusammenhang zwischen der Position des
Tumors und der Seite des Kopfes mit der Patienten am häufigsten
telefonierten. Als die Händigkeit der Betroffenen
berücksichtigt wurde, die der entsprechenden Kopfseite
entspricht, ergab sich kein Zusammenhang.
Die Wissenschafter gehen aufgrund der Ergebnisse der gesamten
Studie davon aus, dass es sich bei diesem Zusammenhang um eine
Abweichung gehandelt hat. Sie halten es für wahrscheinlich, dass
die Patienten sich nicht richtig an ihre Handynutzung
erinnerten, um so eine Erklärung für den Tumor zu haben. Die
Ergebnisse dieser Studie wurden im British Medical Journal
veröffentlicht. |
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| Mai 2005 | ||||
| Schwedische Studie Mobiltelefonieren am Land erhöht Gehirntumorrisiko | ||||
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Die regelmäßige und langfristige Benutzung von Handys in ländlichen Gebieten soll das Risiko an einem bösartigen Gehirntumor zu erkranken um das Achtfache erhöhen. Gegenüber den Städtern haben die Bewohner am Land, die länger als drei Jahre ausschließlich ein Mobiltelefon benutzen, ein dreifach höheres Risiko, dass bei ihnen ein Gehirntumor festgestellt wird. Das Benutzen von Handys über einen Zeitraum
von mehr als fünf Jahren vervierfacht das Gehirntumorrisko der
Landbevölkerung. Zu diesen Ergebnissen kommt eine schwedische
Studie des University Hospital in Orebro, die in der aktuellen
Ausgabe des Fachmagazins Occupational and Environmental Medicine
publiziert wurde. Die Experten führen dies auf die unterschiedliche
Strahlenbelastung in ländlichen und städtischen Gebieten zurück.
Denn die Basis-Sendestationen am Land sind in größeren Abständen
angeordnet als in der Stadt und brauchen zur Kompensation der
größeren Distanzen eine höhere Signalintensität. |
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| April 2005 | ||||
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Dänische Studie: Handys erhöhen das Risiko eines Gehirntumors nicht |
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Wissenschafter der Danish Cancer Registry haben nachgewiesen, dass das Telefonieren mit Handys das Risiko eines Gehirntumors nicht erhöht. An der Studie nahmen mehr als 1.000 Personen teil. Die Autoren argumentieren, dass Langzeituntersuchungen noch immer erforderlich sind, da negative Auswirkungen in dem kurzen bisherigen Beobachtungszeitraum nicht ausgeschlossen werden können. Sie empfehlen den Einsatz von
Hands-Free-Kits, um die Strahlungsbelastung des Gehirns zu
verringern. Die Ergebnisse der so genannten Interphone Studie
wurden in Neurology veröffentlicht. Michael Clark von der Health
Protection Agency erklärte laut BBC, dass die Interphone Studie
ähnliche Untersuchungen aus 13 Ländern versammle, die unter
Umständen gemeinsam analysiert werden. Die Ergebnisse von weiteren
12 Studien sollen in den nächsten 18 Monaten vorliegen. |
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Helmut
Langenbach |
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