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Schüler „flüchtet" vor Mobilfunkmast |
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Kranker Drittklässler wechselt Schule wegen Antenne |
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Otterfing - Die Sorge um ihren
neunjährigen Sohn Max ließ Brigitte Liebhardt aus Otterfing (Kreis
Miesbach) keine Ruhe. Immer wieder musste der Grundschüler ins
Krankenhaus, Untersuchungen zeigten alarmierende Werte. Seine
Mutter ist davon überzeugt, dass die Abstrahlung der
Mobilfunk-Antenne auf dem Dach des Rathauses, das neben der Schule
liegt, ihr Kind krank macht. Die besorgte Mutter stellte einen
Gastschulantrag und hatte Erfolg: Der Drittklässler geht jetzt in
Warngau zur Schule.
In den Kliniken, in denen Max behandelt wurde, stellten die Mediziner ungewöhnliche Gehirnstromwerte fest. Auch das Blutbild bereitete Sorgen. Niemand konnte sagen, welche Ursache die Krankheit hat -bis die Mutter eines Tages den Tipp erhielt, ihren Blick auf das Dach des Rathauses, das gleich neben der Schule liegt, zu richten: Dort steht seit fast zwei Jahren eine Mobilfunk-Antenne. Die Otterfingerin informierte sich und kam zu dem Schluss, dass Max offenbar sensibel auf die Abstrahlung der Antenne reagiert. „Die Pulsierung geht aufs Gehirn", meint sie. Liebhardt wandte sich an Schulamtsleiter Otto Belmer, der ihr anheim stellte, einen Gastschulantrag für eine andere Schule zu stellen. „Wir nehmen die Befürchtungen sehr ernst", sagte Otterfings Bürgermeister Hans Schaal. Die Gemeinde habe den Gastschulantrag bewilligt. Weiter sei die Kommune bemüht, den baldigen Abbau der Antenne durchzusetzen. Max besucht seit zwei Wochen die Warngauer Grundschule. Das Gebäude dieser Schule liegt zwar nicht weit von der umstrittenen IBB-Sendeanlage in Valley entfernt, scheint aber von schädlichen Abstrahlungen verschont. „Das haben wir genau unter die Lupe genommen", versicherte Liebhardt. Unterdessen fürchten Eltern von Otterfinger Schülern um deren Gesundheit. CSU-Gemeinderat Jakob Egiseder organisierte jüngst eine überparteiliche Infoveranstaltung mit Fachleuten. Sein Fazit bezüglich der Mobilfunkmasten: Die Bedrohung der Gesundheit sei nicht direkt nachweisbar, aber durchaus wahrscheinlich. Aus Wohngebieten müssten Antennen verschwinden. MM 9.2.01 |
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Helmut Langenbach |
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