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Polizeigewerkschaft warnt vor TETRA-Digitalfunk

 
     
 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor möglichen gesundheitlichen Risiken durch TETRA-Digitalfunksystem

 
     
 

Der GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg fordert die Innenminister der Länder und des Bundes auf, vor der flächen-deckenden Einführung des Digitalfunks mögliche Gesundheitsrisiken zu prüfen. Der Dienstherr müsse jedoch seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Beamtinnen und Beamten „umgehend“ nachkommen. Freiberg: „Bisher wurden zwar umfangreiche Untersuchungen zu den Kosten, zur Technik und zu den Infrastrukturinvestitionen, jedoch nicht zu Gesund-heitsrisiken durchgeführt.“
Bei der Entscheidung müssten jedoch auch die Folgen für die menschliche Gesundheit berück-sichtigt und eine Risikobewertung vorgenommen werden, die sich auf gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse stütze. Zu dem derzeit in Aachen im Test befindlichen Tetra-System gäbe es noch „keine gesicherten Erkenntnisse, die ein Gesund-heitsrisiko für die Anwender ausschließen“. Die Untersuchungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sollen erst im März 2004 abgeschlossen sein. Die Entscheidung für das System will die Innenministerkonferenz allerdings schon Ende des Jahres fällen.

Hintergrund dieser Sorgen sind die der GdP von ihrer englischen Partnerorganisation Police Federation of England and Wales zur Verfügung gestellten Informationen über das in England bereits eingeführte, auf TETRA basierende Airwave-System. So hätten sich inzwischen Polizeibeamte in Lancashire und North Yorkshire, die mit den neuen Funkgeräten arbeiten, über Gesundheitsschäden beklagt. In einem Leserbrief in der Märzausgabe der Mitarbeiterzeitung der Polizei kritisierte ein Polizist, es sei ihm „unbegreiflich“, dass Polizeibeamte nach wie vor mit TETRA-Funkgeräten arbeiten müssten, obwohl zahlreiche Krankheitsfälle aufgetreten seien, die „direkt auf TETRA zurückzuführen sind“.

So seien ihm selbst einige Fälle von Hautreizungen, Schlaflosigkeit, Migräne, Depressionen, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen bekannt.
TETRA soll mit pulsierender Strahlung arbeiten, die sich in einem ähnlichen Frequenzbereich wie die menschlichen Hirnwellen bewege. Dies hätten nach Angaben der britischen Gewerkschafter unabhängige Wissenschaftler bestätigt. Die gesundheitlichen Gefahren entstünden nach Meinung der Wissenschaftler durch gefährliche Strahlungen, die das Hirngewebe angreifen und Leukämie und Lymphome erzeugen könnten. Freiberg will zwar an einer „schnellstmöglichen Einführung“ eines digitalen Sprech- und Datenfunksystems für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben festhalten, „doch die Gesundheit der Polizeibeamten geht dem vor“. (Christiane Schulzki-Haddouti) / (jk/c't) Nachricht von Jeannot Pesché Administrator Eurotinnitus http://www.eurotinnitus.com/
Und die gleiche Meldung von der Homepage der Gewerkschaft der Polizei:


GdP warnt vor Gesundheitsrisiken durch neuen Digitalfunk
Quelle: http://www.gdp.de/ 02.08.2002


Berlin/Hilden. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert die Innenminister der Länder und des Bundes auf, vor der flächendeckenden Einführung des Digitalfunks für die Polizei eine eingehende Prüfung möglicher gesundheitsgefährdender Einflüsse dieser Technik auf die Nutzer vorzunehmen.

Konrad Freiberg, GdP-Bundesvorsitzender: „Nach den der GdP von ihrer englischen Partnerorganisation 'Police Federation of England and Wales' zur Verfügung gestellten Informationen wird zunehmend wahrscheinlicher, dass das in England bereits eingeführte - auf dem TETRA-System basierende - Funk-System gesundheitliche Risiken beinhaltet. Unserer Sorge um die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen, die bereits in einem Pilotprojekt in Aachen mit einem solchen System arbeiten, muss Rechnung getragen werden.“ Eine sofortige Prüfung möglicher Gesundheitsrisiken, so Freiberg, sei unerlässlich. Der Dienstherr müsse seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Beamtinnen und Beamten umgehend nachkommen.

Mittlerweile hätten sich Polizeibeamte in Lancashire und North Yorkshire, die mit den neuen Funkgeräten arbeiten, über Gesundheitsschäden beklagt. In einem Leserbrief an die Mitarbeiterzeitung der Polizei, der in der Märzausgabe 2002 erschien, kritisierte ein Polizist, es sei ihm „unbegreiflich“, dass Polizeibeamte nach wie vor mit TETRA-Funkgeräten arbeiten müssten, obwohl zahlreiche Krankheitsfälle aufgetreten seien, die „direkt auf TETRA zurückzuführen sind“. So seien ihm selbst einige Fälle von Hautreizungen, Schlaflosigkeit, Migräne, Depressionen, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen bekannt.

TETRA soll mit pulsierender Strahlung arbeiten, die sich in einem ähnlichen Frequenzbereich wie die menschlichen Hirnwellen bewege. Unabhängige Wissenschaftler, so die britischen Gewerkschafter, hätten dies bestätigt. Die gesundheitlichen Gefahren, denen die Nutzer dieser Technik ausgesetzt seien, entstünden nach Meinung der Wissenschaftler durch gefährliche Strahlungen, die das Hirngewebe angreifen und Leukämie und Lymphome erzeugen können. Freiberg: „Wir halten die schnellstmögliche Einführung eines digitalen Sprech- und Datenfunksystems für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben für dringend notwendig. Doch die Gesundheit der Polizeibeamten geht dem vor.“

Kommentar Bürgerwelle: interessant ist auch die aktuell laufende Forschung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hierzu (Motto wie immer: erst flächendeckend einführen, dann die Schäden erforschen...); ein Beispiel von mehreren.

 Erfahrungen mit TETRA-Bündelfunk in Großbritanien: Fallbeispiele
 

 
 

Helmut Langenbach
Mitglied der Bürgerwelle e.V. 
E-Mail: strahlung.gratis@online.de