Kinder-Handy in Großbritannien
vom Markt genommen
Gesundheitsgefährdung durch Mobiltelefone für Kinder
befürchtet
In Großbritannien
wurde das Handy MyMo alias HiPhone vom Markt genommen, das
speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten ist. Das
britische Magazin The Register nennt als Grund eine kurze Zeit
zuvor bekannt gewordene Studie über die Gesundheitsgefährdung von
Kindern, die durch Mobiltelefone verursacht wird.
Nach einem Bericht von The Register hat der britische Distributor
Communic8 eine im Auftrag der britischen Regierung vorgenommene
Untersuchung zum Anlass genommen, das MyMo-Handy vom Markt zu
nehmen. Die Studie des britischen National Radiological
Protection Board (NRPD) wies auf eine Gesundheitsgefährdung durch
Handys hin, was in stärkerem Maße für Kinder gilt.
Die Studie kommt zwar zu keinem schlüssigen Ergebnis bezüglich
einer eindeutig belegbaren gesundheitlichen Gefährdung durch
Mobiltelefone, aber dennoch sah sich Communic8 dazu veranlasst,
das Mobiltelefon für Kinder mit sofortiger Wirkung vom britischen
Markt zu nehmen. (ip)
http://golem.de/0501/35645.html
13.01.2005
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| MyMo SAR-Wert = 0,92W/kg |
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Briten: Kinder unter acht Jahren keine Handy |
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Die britische Strahlenschutzkommission NRPB
(National Radiological Protection Board) hat am 11. Januar 2005 eine
Warnung für Eltern veröffentlicht, der zufolge Kinder unter acht
Jahren keine Handys benutzen sollten – berichtet die
Times
. Begründet wird die Warnung mit dem Risiko,
dass die Kinder Hirn- und Hörnervtumoren bekommen könnten.
Dieses Risiko werde von den meisten Wissenschaftlern noch unterschätzt.
Weiter heißt es, Prof. Sir William Stewart, Vorsitzender des NRPB,
habe darauf hingewiesen, dass sich in den vergangenen fünf Jahren die
Verdachtsmomente für potenziell schädliche Effekte des Mobilfunks
weiter verdichtet hätten. Aufgrund der Warnung soll ein britischer
Handy-Hersteller bereits am nächsten Tag ein Modell zurückgezogen
haben, das für 4- bis 8jährige vorgesehen war.
Pressetext austria berichtet über Hintergründe der Warnung: Die
NRPB-Studie wiederhole Bedenken, die zuerst im Jahr 2000 durch eine
einflussreiche Studie der
Independent Expert Group on Mobile Phones geäußert worden waren.
Die aktuelle Studie ergänze diese Erkenntnisse um die in der
Zwischenzeit veröffentlichten Forschungsergebnisse. Das NPRB betone
jedoch, dass diese Forschungsergebnisse erst noch von anderen Stellen
bestätigt werden müssen, bevor eine Schlussfolgerung gezogen werden
könne (13.01.05-Kampschulte/-ll). |
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Experten: Kinder durch Handystrahlung gefährdet !! |
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Unter acht Jahren am größtes Risiko
London (pte, 12. Jan 2005 14:30) - Britische Experten haben eine
Warnung für Eltern veröffentlicht, nachdem neuere Studien nahe
legten, dass die Strahlung von Handys doch gesundheitsgefährlich sein
kann. Am meisten gefährdet sollen laut dem National Radiological
Protection Board (NRPB) jüngere Kinder sein. Die
Studie gibt zu, dass es keine Beweise für die Schädlichkeit der
Strahlung gibt, warnt aber gleichzeitig davor, dass die Möglichkeit
nicht ausgeschlossen werden kann.
Die NRPB-Studie wiederholt Bedenken, die zuerst im Jahr 2000 durch
eine einflussreiche Studie der Independent Expert Group on Mobile
Phones geäußert
worden waren. Die aktuelle Studie ergänzt diese Erkenntnisse um die
in der Zwischenzeit veröffentlichten Forschungsergebnisse. Dazu
gehört eine im Dezember 2004 veröffentlichte Untersuchung, die davon
ausgeht, dass die Strahlung die DNA schädigen kann. Eine schwedische
Studie aus dem April 2004 zeigte einen Zusammenhang zwischen der
Handynutzung und Nerventumoren im Bereich des Gehörs. Eine
Holländische Untersuchung aus dem Oktober 2003 konzentrierte sich auf
Handys und Einschränkungen in der Hirnfunktion. Das NPRB betont
jedoch, dass diese Forschungsergebnisse erst von anderen Stellen
bestätigt werden müssen, bevor eine Schlussfolgerung gezogen werden
kann.
Der Wissenschafter Zenon Sienkiewicz erklärte gegenüber NewScientist,
dass zusätzliche Faktoren wie die stärkere Anfälligkeit mancher
Menschen zu berücksichtigen seien. "Wir sagen in unsere Studie nur,
dass die Aufmerksamkeit hinsichtlich möglicher Gefahren nicht
nachlassen sollte." William Stewart von der Independent Expert Group
on Mobile Phones erklärte, dass Eltern Kindern unter acht Jahren
keine Handys geben sollten, da eine besondere
Strahlungsempfindlichkeit bestehen könne. Die geringere Größe ihrer
Köpfe ermöglicht, dass ein größerer Teil des Gehirns mit der
Strahlung in Kontakt kommt. Zusätzlich ist das Nervensystem in diesem
Alter noch nicht voll entwickelt. "Sollte es Risiken geben, wovon wir
ausgehen, werden Kinder am meisten betroffen sein. Je kleiner die
Kinder, desto größer wird auch die Gefährdung sein."
(Ende)
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No child's toy: warnings from
the National Radiological Protection Board suggest
that children are at greater risk of harm when using
their mobile phones (RICHARD POHLE) |
Mobile phones
tumour risk to young children
By Sam Coates, Nigel Hawkes and
Alexandra Blair |
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CHILDREN under the age of eight
should not use mobile phones, parents were advised last
night after an authoritative report linked heavy use to
ear and brain tumours and concluded that the risks had
been underestimated by most scientists.
Professor Sir William Stewart, chairman of the
National Radiological Protection Board (NRPB), said that
evidence of potentially harmful effects had become more
persuasive over the past five years.
The news prompted calls for phones to carry health
warnings and panic in parts of the industry. One British
manufacturer immediately suspended a model aimed at four
to eight-year-olds.
The number of mobiles in Britain has doubled to 50
million since the first government-sponsored report in
2000. The number of children aged between five and nine
using mobiles has increased fivefold in the same period.
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| In his report, Mobile Phones and Health, Sir William
said that four studies have caused concern. One ten-year study in
Sweden suggests that heavy mobile users are more prone to
non-malignant tumours in the ear and brain while a Dutch study
had suggested changes in cognitive function. A German study has
hinted at an increase in cancer around base stations, while a
project supported by the EU had shown evidence of cell damage
from fields typical of those of mobile phones.
“All of these studies have yet to be replicated and are of
varying quality but we can’t dismiss them out of hand,” Sir
William said. If there was a health risk — which remained
unproven — it would have a greater effect on the young than on
older people, he added.
For children aged between 8 and 14, parents had to make their
own judgments about the risks and benefits. “I can’t believe that
for three to eight year-olds they can be readily justified,” he
said.
David Hart, general secretary of the National Association of
Headteachers, called last night for a ban on mobiles in schools.
Mobile phone companies reacted furiously, saying that the
report fanned public concern without presenting new research. The
youth market is highly lucrative because teenagers are more
likely to use video downloads and other services.
The World Health Organisation is preparing to publish an
international report, drawing on hundreds of studies conducted
over a decade, which many hope will give a definitive judgment on
mobile phone safety.
The board’s report says that while there is a lack of hard
information of damage to health, the approach should be
precautionary. Sir William said: “Just because there are 50
million of them out there doesn’t mean they are absolutely safe.”
One school in the North East has begun using mobile scanners
to prevent pupils using mobiles in class. “Outside college hours
it is up to parents, but in our care if mobiles are found on
children, they are confiscated and returned to the parents,”
David Riden, vice principal of Tollbar Business and Enterprise
College in New Waltham, said.
One group that appears to target young users is Richard
Branson’s Virgin Mobile, which derives much of its revenue from
the 16s-35s market. It denies targeting under 16s but has
cornered a large slice of the youth market with cheap voice and
text messages. |
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HEALTH RISK
- Acoustic neuromas are benign tumours
of the acoustic nerve
- A study in Sweden has shown that
they are twice as common in mobile phone users
- They were also four times as common
on the side of the head where the phone was held
- Acoustic neuromas occur in 100,000
people a year and can cause deafness
- They can be treated by surgery. In
most cases the patient’s hearing is saved
- Brain tumours affect about 4,700 new
patients a year in Britain
- They are becoming more common — the
UK Brain Tumour Society says that incidence has increased by 45
per cent in 30 years
- The causes of primary brain tumours
are unknown, so it is hard to identify specific risk factors
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Quelle: IZGMF |
Januar 2005 |
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| Dänische
Krebsgesellschaft rät erstmals von Kinderhandys ab |
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| Die Warnung der britischen
Strahlenschutzkommission (siehe
Meldung) ist in Dänemark stark beachtet worden. Viele
Zeitungen, TV- und Radio-Stationen verbreiteten die Meldung:
Kleine Kinder sollten besser keine Handys benutzen.
Bemerkenswerterweise haben jetzt sogar die
Danish Cancer
Society und das Health Council die Empfehlung
herausgegeben, Kindern unter zehn Jahren keine Handys zu
überlassen, berichtet Sianette Kwee aus Dänemark. Derartiges
hätten beide Organisationen zuvor nie gemacht. Die Empfehlung ist
an die Einschränkung gebunden, die besondere Schadwirkung von
Handys auf Heranwachsende sei noch nicht untersucht worden, die
Forschungsan-strengungen konzentrierten sich bislang nur auf
Erwachsene. Frühestens in drei bis vier Jahren könnten erste
Studien an Kindern Ergebnisse liefern – bis dahin sei vorsorglich
Vorsicht angeraten. Pikant: Die Vorlage des REFLEX-Abschlussberichts vor wenigen Wochen hat in allen Medien
regen Widerhall gefunden, besonders die Ergebnisse über
DNS-Doppelstrangbrüche. Nur die beiden oben genannten
Organisationen schwiegen sich beharrlich aus. Des Rätsels Lösung:
Vor einem Jahr griffen sie das REFLEX-Projekt hart an und
stellten die wissenschaftliche Qualität seiner Arbeiten in Frage
(18.01.05-Kwee/-ll). |
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Bundesamt für
Strahlenschutz |
Studie: Strahlende Handys
Das Telefonieren mit Handys kann für Kinder
gesundheitsschädlich sein. Denn viele Geräte verursachen für
Jugendliche zu hohe Mengen hochfrequenter elektromagnetischer
Felder.
Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz weist in einer neuen
Broschüre darauf hin, dass drei Viertel der in Deutschland
erhältlichen Mobiltelefone für Jugendliche nicht zu empfehlen
sind. Der so genannte SAR-Wert, der die Leistung angibt, die beim
Telefonieren vom Kopf absorbiert wird, liegt bei diesen Geräten
über dem empfohlenen Grenzwert von 0,6 Watt pro Kilogramm.
Heranwachsende reagieren empfindlicher auf elektromagnetische
Strahlungen, da sich ihr Nervensystem noch in der Entwicklung
befindet und ihre Schädeldecke dünner ist als bei Erwachsenen.
Beim Telefonieren mit dem Handy tritt im Kopf eine Absorption
hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf, die durch die so
genannte spezifische Absorptionsrate (SAR), einem Maß für den auf
die Gewebemasse bezogenen Leistungsumsatz (W/kg), quantifiziert
wird. Als Grenzwert gilt in Deutschland 0,6 W/kg, eine Empfehlung
der Strahlenschutzkommission, der sich auch der EU-Rat
angeschlossen hat.
Das BfS führt in regelmäßigen Abständen Erhebungen der SAR-Werte
von markenüblichen Handys durch. Die letzte Erhebung vom November
2003 umfasste insgesamt 273 Geräte von 18 verschiedenen
Herstellern.
"Ich halte es für nicht nachvollziehbar, dass der SAR-Wert immer
noch nicht direkt auf dem Gerät angegeben wird und nur in der
Bedienungsanleitung zu finden ist", zeigt sich der Pressesprecher
des BfS Dirk Daiber erstaunt. Aufgrund einer möglichen
gesundheitlichen Beeinträchtigung sollte der SAR-Wert deshalb für
Eltern ein wichtiger Orientierungspunkt sein, wenn sie ihren
Kindern ein neues Handy kaufen.
WANC 22.12.03
http://medizinauskunft.de
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Modulation:
—erhöhte
Aktivität in der Hirnrinde im Bereich des Arbeitsgedächtnisses—Handystrahlen offenbar mehr als
reiner Temperatureffekt
Die Gehirnaktivität
des Menschen wird nicht nur durch die elektromagnetische Strahlung (hochfrequenz)
der Mobiltelefone, sondern auch durch die Art der Modulation
beeinflusst. Dies haben Forscher der Universität Zürich und der
Forschungsstiftung ITIS herausgefunden. Die Konsequenzen für die
Gesundheit sind unklar. Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung,
wie sie Mobiltelefone produzieren, beruhen auf deren thermischer
Wirkung: Moleküle im Körper nehmen die Energie der Strahlen auf,
geraten in Bewegung und erzeugen dadurch Wärme.
Je höher die Intensität der Strahlung, desto größer der Effekt, wie
die Universität Zürich in ihrer jüngsten Publikation unipublic
schreibt. Forscher des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie
haben nun herausgefunden, dass nicht nur die Intensität der Strahlung
von Bedeutung ist, sondern auch die Modulation, die zur Übertragung
der Information verwendet wird. Die Forscher hatten dafür den
Einfluss von Strahlen aus Handys mit denjenigen von
Mobilfunk-Basisstationen verglichen, weil die Strahlung von
Mobiltelefonen stärker moduliert und deshalb größere
Intensitätsschwankungen hat als Basisstationen.
Bei den Versuchen mit stark modulierter Handystrahlung fanden die
Forscher im Gehirn der Versuchspersonen eine erhöhte Aktivität in der
Hirnrinde im Bereich des Arbeitsgedächtnisses. Bei der weniger
modulierten Strahlung der Basisstationen trat dieser Effekt nicht
auf. Dieses laut der Mitteilung auch für die Forschergruppe
unerwartete Ergebnis wurde in der jüngsten Ausgabe der
Fachzeitschrift „European Journal of Neuroscience“ veröffentlicht.
Die Gründe für den Unterschied kennen die Forscher noch nicht. Die
Wirkungsmechanismen seien unklar, so die Universität. Deshalb sind
auch die Konsequenzen der Resultate für die Gesundheit unklar. Zudem
weisen die Forscher darauf hin, dass die Versuchsanordnung eine
künstliche Situation ist, weil die Signale der Basisstation
normalerweise viel schwächer als jene der Handys sind. |