Die
VorgeschichteIm
Dez.1998 kauften wir uns, auf Empfehlung von Arbeitskollegen der
Fernmelde-Abteilung ein schnurloses DECT-Telefon "Gigaset 2020" mit
einer separater Ladestation "Gigaset 2000S". Die Basisstation wurde
im Wohnzimmer in der Essecke, auf dem Nähkasten bei der
Telefonsteckdose deponiert. Das Mobilteil mit Ladestation wurde in
der Küche aufgestellt.
Da ich im Januar 1999 in den
Ruhestand ging, saß ich täglich zu den Mahlzeiten und beim Lesen
der Zeitungen ca. 2-3 Stunden mit dem Rücken im Abstand von ca.
0,55 - 0,70m
zur Basisstation.
Beim Einreiben des Rückens entdeckte meine Frau
eine apfelgroße, raue, braune Stelle auf der Wirbelsäule in Höhe
der Gürtellinie. Dazu passte das Spannungsgefühl was ich seit
einiger Zeit beim Krümmen des Rückens in der Wirbelsäule verspürte.
Nach 10 UV-Bestrahlungen war keine Besserung
eingetreten. Ein Allergietest wurde durchgeführt. Gleichzeitig
wurde wegen eines früheren Zeckenbisses Blut und eine Hautprobe
entnommen. Verordnet bekam ich eine Cortison Schocktherapie mit
Tabletten.
Beim Allergietest wurde Nickel,
Epoxydharz und zwei chemische Verbindungen mit schwacher Reaktion
festgestellt. Die Cortisonkur schlug an, die roten Flecken
verschwanden, aber der Flecken auf dem Rücken blieb unverändert.
Dann kam ein Vorbescheid von der Blut- und Gewebeuntersuchung.
Keine Borreliose aber Verdacht auf "Kutanes T-Zellen-Lymphom". Die
Proben wurden in ein weiteres Labor geschickt. Nach der Cortisonkur
kamen die roten Flecken wieder.
Im Dezember 2001 haben wir das
DECT-Telefon entsorgt.
Nach den Informationen aus dem
Internet konnte ich mir nun auch die Herzrhythmusstörungen, den
Tinnitus und sonstigen Beschwerden erklären. Bei den Untersuchungen
des Hausarztes wurde kein organischer Schaden am Herzen
festgestellt.
Noch 10 Tagen (im Dez. 2001)
bestätigte sich der Verdacht "Kutanes T-Zellen-Lymphom".
Im Januar 2002 erfolgte die
Einweisung ins Krankenhaus. Es wurden alle Organe, Drüsen, Kopf und
Augen untersucht, (Blutentnahme, CT, Kernspin, Röntgen, EKG,
Ultraschall, Entnahme von Knochenmark aus der Hüfte und dem
Brustbein) zum Glück ohne weiteren Befund. Nach 8 Tagen wurde ich
entlassen und zurück zum Dermatologen überwiesen.
Dort bekam ich in den nächsten 18
Monaten 75 Foto-Chemo-Therapien (PUVA) mit Meladinine und
Schwarzlichtbestrahlung. Im Anfang 3x wöchentlich, am schlimmsten
war die Übelkeit bis zu 24 Std. nach der Einnahme der Tabletten.
Die roten Flecken am Körper bildeten sich zurück.
Der braune Flecken auf dem Rücken
wurde kleiner und der Schorf löste sich, die Haut ist aber immer
noch rau.
Alle 6-8 Wochen wird die Haut
kontrolliert und zweimal im Jahr erfolgt eine große Untersuchung
des Blutes und der Organe.
Seit Dezember 2001 benutzen wir wieder ein
Schnur gebundenes Telefon. Wenn ich bei Besuchen in die Nähe von
DECT-Telefonen oder eingeschalteten Handys komme, habe ich wieder
Herzrhythmusstörungen die einige Stunden anhalten. Fast alle
Nachbarn haben freundlicherweise ihre DECT-Telefone gegen CT1+
Geräte getauscht.
Dort wo sich viele Menschen
aufhalten bekomme ich fast immer Herzrhythmusstörungen durch die
Handys. Je nach Tageskonstitution fängt meine Haut in der Nähe von
Mobilfunksender an zu prickeln (bei 0,15mW/m²).
Man kann nicht immer mit einem
Messgerät durch die Gegend laufen. Es kann vorkommen, dass ich mich
unbewusst in der Nähe einer Strahlungsquelle aufgehalten habe und
dann einige Zeit später eine Art Schüttelfrost bekomme.