|
Laut
einer Meldung der Baltimore Sun vom 8. Mai 2005 lautet das Ergebnis einer
Untersuchung von Danna Thomas, einer 15-jährigen Studentin der Broadneck High
School in Annapalos MD, United States of America, dass Hochfrequenzstrahlung
von Handys, DECT-Telefonen und Radar Mutationen in Fluchtfliegen hervorrufen
kann.
Sie setzte fünf Generationen von Fruchtfliegen Hochfrequenzstrahlung aus und
zählte die Anzahl von Veränderungen der Flügel der Fruchtfliegen. Sie
überprüfte auch die Chromosomen der fünften Generation und verglich sie mit der
nicht exponierten Kontrollgruppe. Dabei stellte sie fest, dass 5 Prozent der
exponierten Fruchtfliegen Mutationen zeigten, gegenüber 1,5% in der
Kontrollgruppe. Weiterhin waren die Änderungen vererbbar, die in der
Kontrollgruppe nicht. Die Mutationen traten bei Intensitäten auf, die geringer
waren als die von DECT-Telefonen oder Handys. Danna Thomas wurde angeleitet
durch Sujata Ives, Lehrer an der Severna Park High School in Annapolis. Sie erhielt
den Grand Award von Merck Research Laboratories an der Intel International
Science and Engineering Fair 2005, Phoenix, Arizona.
http://www.baltimoresun.com/
Magnetische Felder im
Mikrowellenbereich können Mutationen erzeugen, z. B. bei Fruchtfliegen (W. C.
Levengood, Michigan 1987).
stern.de
- 6.9.2005 - 17:45
URL:
http://www.stern.de/wissenschaft/forschung/545577.html?nv=cb
Forscher haben neues
Sexualpheromon bei Fruchtfliegen entdeckt
17.07.2009
Fruchtfliegen-Weibchen wirken auf männliche Fruchtfliegen höchst
attraktiv - solange sie jungfräulich sind. Nach erfolgter Begattung
meiden paarungswillige Männchen die Weibchen jedoch viele Tage lang.
Ein Forscherteam von der Universität Münster und der "Harvard Medical
School" in den USA hat nun eine Substanz entdeckt, die dieses
Vermeidungsverhalten auslöst. Der Botenstoff wird während der Paarung
vom Männchen auf das Weibchen über-tragen und sorgt dafür, dass die
erfolgreich begattete Fliege auf andere Männchen nicht mehr anziehend
wirkt. Die Ergebnisse sind in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Current
Biology" veröffentlicht.
Insekten verwenden zur chemischen Kommunikation spezielle
Kohlenwasserstoff-Verbindungen, die sie auf ihrer Körperober-fläche
präsentieren. Diese Botenstoffe werden von anderen Insekten über den
Geruchssinn wahrgenommen oder durch Kon-taktrezeptoren, die zum
Beispiel auf den Beinen liegen, "erschmeckt" - nach dem gleichen
Prinzip, nach dem ein Mensch mit Rezeptoren auf der Zunge seine
Nahrung schmeckt. Eine besonders wichtige Rolle spielen so genannte
Sexualpheromone, die den Geschlechtstrieb anregen oder auch bremsen.
Zwar sind diese Botenstoffe und ihr Einfluss auf das Paarungsverhalten
bei der Fruchtfliege bereits gut untersucht. Dennoch konnten die
chemischen Daten bislang nicht erklären, weshalb
Fruchtfliegen-Männchen die Weibchen noch Tage nach einer Paarung
meiden.
|

|
| |
Vor der
Paarung (ganz rechts) steht bei Fruchtfliegen ein ritualisiertes
Werbeverhalten. So "bezirzt" das Männchen seine Partnerin unter
anderem mit abgespreiztem Flügel (links), während es sie verfolgt.
Foto: Dreisewerd/Yew |
Die Vermutung von Wissenschaftlern, dass noch weitere nicht
identifizierte Botenstoffe existieren, hat sich durch die Ergebnisse
des deutsch-amerikanischen Teams nun bewahrheitet: Die Forscher
konnten durch den Einsatz moderner massenspektrome-trischer Verfahren
eine Vielzahl neuer Verbindungen auf der Körperoberfläche von
Fruchtfliegen nachweisen. Diese Stoffe zeichnen sich durch eine
besonders große Länge der Kohlenwasserstoffketten aus. Zudem enthalten
sie ein oder mehrere Sauerstoffatome. Beides macht sie weniger
flüchtig und damit der bisher zumeist angewandten
Untersuchungsmethode, der Gaschromatografie, schwer zugänglich.
Bei dem an der Universität Münster entwickelten Verfahren wurden nun
erstmals ganze Insekten in ein Flugzeitmassenspektro-meter
eingeschleust. Ein feiner Strahl eines Ultraviolett-Lasers tastet bei
dieser Methode die Fliegen ab und verdampft die Botenstoffe von ihrer
Körperoberfläche. Weil ein Teil der abgelösten Moleküle gleichzeitig
ionisiert wird, also eine Ladung trägt, können diese Moleküle mit
elektrischen Feldern manipuliert und im Massenspektrometer nach der
für jedes Molekül spezifischen Masse aufgetrennt werden. Auf diese
Weise können die Wissenschaftler die Substanzen identifizieren.
Eine bestimmte Kohlenwasserstoff-Verbindung kommt in hoher
Konzentration auf der Oberfläche des Geschlechtsorgans männlicher
Fruchtfliegen vor. Dieser Befund veranlasste die Forscher, diese
Substanz - genannt "CH503" - genauer unter die Lupe zu nehmen.
Tatsächlich wird der Stoff bei der Begattung von der männlichen auf
die weibliche Fruchtfliege übertragen und ist dort dann mit der neuen
Methode etwa zehn Tage lang nachweisbar.
Im Verhaltensexperiment zeigte sich zudem, dass "CH503" als Pheromon
wirkt und Fruchtfliegen-Männchen tatsächlich von der Paarung abhält -
mit dem Pheromon "einparfümierte" jungfräuliche Weibchen werden
unattraktiv. "Unsere Ergebnisse könnten eine bislang offene
verhaltensbiologische Frage klären - weshalb nämlich begattete
Fruchtfliegen-Weibchen so lange von möglichen Paarungspartnern
gemieden werden", sagen die beiden Hauptautoren der Studie, Dr. Joanne
Yew von der "Harvard Medical School" und Privatdozent Dr. Klaus
Dreisewerd vom Institut für Medizinische Physik und Biophysik der WWU.
Wissenschaftler vermuten, dass die Vermeidung von mehreren Paarungen
hintereinander für Fruchtfliegen Vorteile hat: Die Männchen "sind auf
der sicheren Seite" - ihre Erbanlagen werden ungestört übertragen und
nicht durch Konkurrenz verdrängt. Die Weibchen verschwenden keine
Energie auf überflüssige Paarungen, sondern können sich in Ruhe der
Suche nach einem geeigneten Ei-Ablageplatz widmen.
Quelle:
Pressemitteilung der Westfaelische Wilhelms-Universität Münster
Forscher haben neues Sexualpheromon bei Fruchtfliegen entdeckt
Dr. Christina Heimken, Presse- und Informationsstelle
URL dieser Pressemitteilung:
http://idw-online.de/pages/de/news326308
"Kater-Gen"
macht Saufgelage möglich
Die Fruchtfliege (lat. Drosophila) weist viele
Ähnlichkeiten zum Mensch auf
Zwei Wissenschaftlerinnen der Uni Würzburg haben bei
Fruchtfliegen ein Gen entdeckt, das deren unterschiedliche Reaktion auf Alkohol
erklärt. Auch für Menschen könnte dies von Bedeutung sein.
Wo Obst ist, sind auch Fruchtfliegen. Vor allem faulige Früchte haben es den
kleinen Insekten angetan. Hektisch schwirren sie dann um Äpfel, Birnen und
Pflaumen - manche Fliegen fallen von den Fäulnisdämpfen benebelt zu Boden,
andere werden immer aktiver. Fruchtfliegen können einer Untersuchung zufolge
eine gewisse Toleranz gegen Alkohol entwickeln - ähnlich dem Mensch.
Wissenschaftlerinnen der Universität Würzburg haben ein Gen entdeckt, das den
kleinen Drosophilas dabei hilft, viel Alkohol zu ertragen. Die Forscherinnen
Henrike Scholz und Mirjam Franz vom Würzburger Biozentrum vermuten, dass die
Verhältnisse beim Menschen ähnlich liegen könnten.
Das "Kater-Gen" scheine dann wichtig zu sein, wenn der
Organismus mit Stress zu kämpfen habe. Fruchtfliegen, deren entsprechendes Gen
nicht mehr richtig funktioniere, seien deutlich empfindlicher gegen Hitze und
Gifte. Dies gelte auch für ihre Reaktion auf Alkohol. Außerdem gewöhnten sie
sich nicht so leicht an steigende Alkoholmengen wie ihre genetisch unversehrten
Artgenossen. Bei diesen bewirke schon ein einziger Kontakt mit Alkohol, dass
sie ihren zweiten "Rausch" besser verkrafteten. Dies fanden Scholz
und Franz heraus, indem sie die Fliegen zunächst in einer Glassäule mit Ethanol
besprühten dann analysierten, wie stark einzelne Tiere ihr Körpergleichgewicht
verlieren und betrunken abwärts trudeln.
Von ihren Studien erhoffen sich die bayrischen Forscherinnen neue Erkenntnisse
über die Alkoholsucht beim Menschen. "Fruchtfliegen sind dafür gut geeignet,
ihr Organismus funktioniert in vielerlei Hinsicht ähnlich wie unserer",
sagt Henrike Scholz. Den Kontakt mit Alkohol seien die Fliegen gewöhnt, da sie
ihre Eier gerne in überreife Früchte ablegten, wobei sie von den alkoholischen
Düften angelockt würden.
ni
Oktober
2006
Auch Fruchtfliegen werden betrunken
US-Forscher: Sie reagieren selbst auf genetischer Ebene
ähnlich wie Menschen auf Alkohol
London - Fruchtfliegen werden von Alkohol
genauso betrunken wie Menschen. Selbst auf genetischer Ebene reagieren sie sehr
ähnlich, wie US-Forscher von der North Carolina State University in Raleigh
festgestellt haben. Dieser Befund könne bei der Suche nach einer Erklärung
dafür helfen, warum manche Menschen eher zum Alkoholismus neigen als andere,
schreiben Trudy Mackay und Kollegen in einem Beitrag für das Fachjournal
"Genome Biology" vom Freitag.
Die Forscher fanden heraus, dass manche Gene
der Fruchtfliege schon nach dem ersten Kontakt mit großen Mengen Alkohol ihre
Funktion verändern. Die Untersuchungen zeigten dabei, dass die Fliegen Alkohol
unterschiedlich vertrugen, je nachdem, welche Gene Mutationen aufwiesen. Viele
der analysierten Gene besitze auch der Mensch.
Im September vergangenen Jahres hatten
Wissenschafter der Universität Würzburg ein Gen entdeckt, das den Fruchtfliegen
(Drosophila melanogaster) dabei hilft, mehr Alkohol zu ertragen. Möglicherweise
verfügten auch Menschen über ein solches "Kater-Gen", hieß es damals.
(APA/dpa)
Fruchtfliegen: Früher Tod
durch Wohngifte
Toxische Substanzen in Einrichtungsgegenständen halbieren Lebenserwartung
Peking (pte/17.02.2003/16:18) -
Chinesische Wissenschaftler haben entdeckt, dass Fruchtfliegen sehr empfindlich
auf Wohngifte im Haushalt reagieren. Wurden die Modelltiere in einem mit neuen
Einrichtungsgegenständen ausgestatteten zehn Quadratmeter großen Raum
ausgesetzt, zeigten sie auf die ausgedünsteten Gifte wie Formaldehyd und Benzol
abnorme Reaktionen. Formaldehyd und Benzol zählen zu den Wohngiften, die von
Materialien und Einrichtungsgegenständen in geschlossenen Räumen abgegeben
werden und eine meist unentdeckte Gefahr für die Gesundheit des Menschen
darstellen. "Luftverschmutzung in Innenräumen" steht derzeit auch auf
der Top-10-Liste der Bedrohungen der menschlichen Gesundheit.
Fruchtfliegen verfügen über ähnliche physiologische Funktionen und metabolische
Systeme wie Säugetiere und reagieren äußerst empfindlich auf die Luftqualität,
wie Li Shunguang von der Tongji University in Shanghai bei Experimenten zeigen
konnte. Die Forscher markierten den Raum in 0,5 und 1,7 Meter Höhe, also jene
Höhe, in der Menschen entweder liegen oder stehen. An jedem Punkt wurden 40
Fruchtfliegen platziert, um den Verschmutzungsgrad der Luft zu detektieren. Das
Ergebnis: Die durchschnittliche Lebenserwartung der insgesamt 800 Fruchtfliegen
senkte sich um die Hälfte. Die Tiere lebten statt 50 Tagen nur mehr 25 Tage.
"Dies ist ein Hinweis dafür, dass die Luft des ganzen Raums durch die
Ausstattung voll mit giftigen Gasen war", so Li. Wären Menschen in den
Raum getreten, hätte dies deren Gesundheit zweifellos beeinträchtigen können.
Studien über weitere biologische Indikatoren in Fruchtfliegen, die auf
verschmutzte Luft zurückzuführen sind, sollen demnächst starten, berichtet
People´s Daily
http://english.peopledaily.com.cn
. Man erhofft sich so neue Hinweise darüber, wie die Luftverschmutzung in
Innenräumen dem Menschen schadet. "Vielleicht können neue Produkte
entwickelt werden, die die Luftqualität in Innenräumen durch eine Imitation der
physiologischen Mechanismen der Fruchtfliegen überwachen", so Li. (Ende)
02.11.2004
Experiment
geglückt
Erstmals geklonte Fruchtfliegen erzeugt
Kanadische Forscher
haben das erste Insekt geklont: Nach zahlreichen Versuchen ist es in ihnen
gelungen, aus Fruchtfliegenembryonen fünf geklonte Fruchtfliegen zu erzeugen.
Die dafür entwickelte Methode könnte auch helfen, die Techniken für das Klonen
von anderen Tieren und sogar von Menschen zu verbessern.
Über die Arbeit von Andrew Haigh von der Dalhousie-Universität
in Halifax und seinen Kollegen berichtet der Onlinedienst des Fachmagazins
"Nature".
Beim Klonen wird
normalerweise der Zellkern eines erwachsenen Tieres in eine Eizelle injiziert,
deren eigener Zellkern zuvor entfernt wurde. Bislang sterben die meisten
geklonten Tiere allerdings bereits vor der Geburt: Wahrscheinlich kann die DNA
eines erwachsenen Tieres, die in die Eizelle eingesetzt wird, nicht erfolgreich
"umgeschrieben" werden, erklärt Haigh. Daher kann das Wachstum der
Embryonen nicht richtig gesteuert werden. Die Forscher hoffen, mit ihren
Klonexperimenten an Fruchtfliegen (Drosophila melanogaster) die Prozesse bei
dieser Umprogrammierung besser zu verstehen.
Für das Klonen der
Fruchtfliegen benutzten die Wissenschaftler eine etwas abgeänderte Variante des
bislang gängigen Klonprozesses: Anstatt Zellkerne von erwachsenen Tieren in
Eizellen einzusetzen, benutzten sie Zellkerne von Fliegenembryonen. Nach über
800 Versuchen waren fünf erwachsene Fruchtfliegen geklont. Die Forscher
arbeiten jetzt auch daran, Klone von erwachsenen Fliegen herzustellen.
Gentechniker machen
Fruchtfliegen homosexuell
Temperaturunterschiede bewirken sexuelle Umkehr
City of
Hope/Kalifornien (pte/17.09.2002/07:05) - US-Forscher machen männliche
Fruchtfliegen mit Hilfe eines genetischen Schalters zu Homosexuellen. Bei
Temperaturen über 30 Grad wird die Erbanlage der genetisch veränderten Fliegen
aktiv und lässt die Heterosexuellen schwul werden, berichtet das Magazin
Proceedings of the American Academy of Sciences
http://www.pnas.org in seiner jüngsten Ausgabe.
"Das Gen mit dem Namen Shibire unterbindet die Geruchswahrnehmung an Füßen
und Beinen der Tiere", so Toshihiro Kitamoto vom Beckman
Forschungs-Institut im kalifornischen City of Hope
http://bricoh.coh.org .
Möglicherweise nehmen die Tiere daraufhin Duftstoffe nicht mehr wahr, die sie
unter normalen Umständen von ihren Geschlechtsgenossen fernhalten. Die
männlichen Fruchtfliegen interessieren sich dann weniger für Weibchen. Sie
machen stattdessen anderen Männchen den Hof oder erwidern deren Werben,
berichtet die Nachrichtenagentur ddp.
Da die Aktivität des Gens von der Umgebungstemperatur abhängt, können Kitamoto
und seine Kollegen die Vorliebe der Fruchtfliegen auch wieder umkehren: Kühlen
die Forscher das Behältnis der Tiere auf unter 30 Grad ab, umwerben die männlichen
Fruchtfliegen wieder Weibchen. (Ende)
München, 23.08.2006:
Kämpfernaturen gezüchtet
Amerikanische
Forscher haben Fruchtfliegen mit Kämpfernaturen gezüchtet, berichtet das
Magazin NewScientist. Der Grund für die Aggressivität liegt offenbar in einem
einzigen Gen. Die auf auf Kampf getrimmten FLiegen waren nach 21 Generationen
30mal aggressiver als normale Tiere.
Sie haben nicht nur mehr Kämpfe begonnen, sondern waren auch
leidenschaftlicher bei der Sache.
Ralph Greenspan und
Herman Dierick vom Institut für Neurowissenschaften im amerikanischen San Diego
verglichen für ihre Studie das Erbgut der Kämpfer mit der Kontrollgruppe. Die
genetische Analyse ergab, dass die aggressiven Fliegen höhere Werte des Enzyms
CYP6a20 in ihren Köpfen aufwiesen.
Dieses Enzym wird allerdings
nur von einem einzigen Funktionelle Einheit der Vererbung; abgegrenzter Bereich
auf der DNS, der die Information zur Herstellung eines Proteins (z.B. eines
Hormons) beinhaltet. Gen produziert. Bislang war man davon ausgegangen, dass
mehrere Gene die Aggression beeinflussen.
|